Meinheim steht vor einem spannenden Wandel. Die Gemeinde, geprägt von ihrer historischen Altstadt und den gewachsenen Strukturen der umliegenden Neubaugebiete, soll sich bis zum Jahr 2039 zu einem zukunftsfähigen, lebendigen Ort weiterentwickeln. Ausgangspunkt für unser Architekturprojekt war eine Analyse der räumlichen Gegebenheiten, der sozialen Dynamiken und der Bedürfnisse der Bewohnerinnen und Bewohner. Dabei wurde deutlich, dass Meinheim zwar über eine starke Identität verfügt, jedoch an verbindenden Elementen zwischen Alt und Neu mangelt – sowohl baulich als auch gesellschaftlich.
Aus dieser Erkenntnis heraus entstand die Idee, gezielte Impulse zu setzen, die das Miteinander fördern und die Lebensqualität für alle Generationen verbessern. Ein zentrales Element unseres Entwurfs ist das neu entwickelte Altheim, das nicht nur altersgerechtes Wohnen ermöglicht, sondern auch als sozialer Treffpunkt dient. Es bietet Raum für Begegnung, Austausch und gemeinschaftliche Aktivitäten – und schafft damit eine neue Mitte für die ältere Bevölkerung, ohne sie vom Dorfleben zu isolieren.
Parallel dazu wurde in der Altstadt ein öffentlicher Treffpunkt konzipiert, der als kultureller und sozialer Anker fungiert. Dieser Ort soll Menschen zusammenbringen – unabhängig von Alter oder Herkunft – und die Altstadt wieder stärker ins Bewusstsein der Dorfgemeinschaft rücken. Durch gezielte bauliche Maßnahmen, wie neue Wegeführungen, grüne Verbindungsachsen und gemeinschaftlich nutzbare Flächen, wird die bislang spürbare Trennung zwischen Alt- und Neubaugebieten aufgelöst.